Neu Westend

Ev. Kirchengemeinde Neu-Westend

Eichenallee 47 - 53 * 14050 Berlin
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    Kirche auf dem Holzweg?
    von Justus Schwer

      Seit einigen Monaten ist das Perspektivpapier unserer Landeskirche, „Salz der Erde“ in der Öffentlichkeit und wird in den Gemeinden diskutiert. Das ist gut so: Denn die Zukunft der Kirche, die dort in Aussicht genommen wird, schreit nach beherzter Rückbesinnung und Veränderung.

    Liegt es allein daran, dass unsere Kirche längst ihren Frieden mit dem real existierenden Kapitalismus, wohl doch etwas zu euphemistisch „Soziale Marktwirtschaft“ genannt, in der Bundesrepublik Deutschland gemacht hat? Offenbar wird überhaupt nicht mehr gemerkt, was man tut, wenn man nicht nur die Sprache bzw. den Jargon der Unternehmensberater übernimmt, sondern mit ihnen auch die Kriterien zur Beurteilung kirchlicher Wirklichkeit.

    Ist Kirche wirklich auf diese Weise optimierbar? Genügt es nicht, dass sie ihrem Herrn gehorsam sein will? An welcher Stelle ist dem „Salz der Erde“ anzumerken, dass unsere Kirche eine des Augsburgischen Bekenntnisses und der Barmer Theologischen Erklärung ist?

    Darf man vom Geld in der Kirche nur (noch) so reden, dass es möglichst mehr wird und alle Unrechtszusammenhänge, in denen unsere Geldwirtschaft steht (und wir mit unseren Konten in ihr), tunlichst ausgeblendet werden, weil sie stören?

    Kein Wort mehr von der gemeinsamen Suche nach ethisch vertretbaren Geldanlagen oder von den hoffnungsvollen Aufbrüchen der 80iger Jahre bspw. einer Ökumenischen Entwicklungsgenossenschaft (EDCS, inzwischen „oikocredit“), vom Weltrat der Kirchen 1980 in Amersfort gegründet, die Menschen in den armen Ländern dieser Welt Mikrokredite zu fairen Konditionen gibt, damit sie sich einen Broterwerb verschaffen können.

     

    Kein Wort der Wirtschafts- und Sozialkritik in „Salz der Erde“, wie man es doch in einem Perspektivpapier der Kirche hätte erwarten können.

    Stattdessen wird vorgeschlagen, dass unser Bischof zum Jahresempfang neben den engagiertesten Ehrenamtlichen auch die 100 stärksten (!) Kirchensteuerzahler einlädt, und zwar unabhängig davon, womit sie ihr Geld verdient haben. Dass bei Daimler-Benz-Aktien auch Gewinne aus der Herstellung und dem Verkauf von Landminen sind, wissen zumindest die „Kritischen AktionärInnen“ dieses Weltkonzerns.

    Drei Kardinalfehler bestimmen dieses Kirchenpapier: Es erweckt nachhaltig den Anschein, dass aus Geschwistern im Herrn, für die ich dankbar sein darf und die ich mit ganzem Ernst zu respektieren habe, (1.) Kunden werden, auf deren Geld kirchliches Handeln abzielen soll. Aus der die Kirche bildenden Ortsgemeinde wird (2.) eine Filiale, deren Schließung oder Verlagerung sich bei Unwirtschaftlichkeit nahe legt und (3.) die innerkirchliche Solidarität, die das einkommende Geld gerecht, nämlich nach Anzahl der Gemeindeglieder vergibt, wird den Verteilungskämpfen zukünftiger Kreissynoden geopfert, in denen dann die Fixen und Lauten mit ihren „modernen Konzepten!“ die Oberhand behalten und die eher Stillen im Land an den Rand gedrängt werden. Solch eine Kirche können wir nicht wollen!

    Jesus sagt ganz richtig: Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon (Matthäus 6,24). Das gilt vor allem und gerade bei uns in der Kirche. (449)



    Weitere kritische Stimmen (Beilage der Kirche bei uns vom Juni 2008)

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